So holen Sie mehr aus der Säule 3a

Bank statt Versicherung

Schlies­sen Sie kei­ne 3a-Ver­si­che­rung ab. Ein all­fäl­li­ger Ver­si­che­rungs­be­darf kann ohne Pro­ble­me auch aus­ser­halb der 3. Säu­le ver­si­chert wer­den. Mit einer Bank- oder Fonds­lö­sung blei­ben Sie viel fle­xi­bler, kön­nen pro­blem­los wei­te­re Kon­ti eröff­nen, die­se bei Bedarf zu einem ande­ren Anbie­ter trans­fe­rie­ren und schliess­lich gestaf­felt bezie­hen. All das und mehr ist mit einer Ver­si­che­rung nicht oder nur sehr ein­ge­schränkt mög­lich.

Nicht einzahlen, wenn Sie wenig verdienen

Eine Ein­zah­lung in die 3. Säu­le lohnt sich dann am mei­sten, wenn Sie voll ver­die­nen. Dann spa­ren Sie am mei­sten Steu­ern. Falls Sie in einem Jahr wenig oder gar nichts ver­die­nen, soll­ten Sie nicht in die Säu­le 3a ein­zah­len. Ver­mut­lich zah­len Sie dann ohne­hin wenig Steu­ern, weil sie wenig gear­bei­tet haben. Sie pro­fi­tie­ren also nur sehr wenig vom Steu­er­ab­zug.

Die­ser Punkt ist wich­tig, weil Sie beim Bezug der ein­be­zahl­ten Beträ­ge immer eine redu­zier­te Steu­er bezah­len müs­sen, unab­hän­gig davon, wie viel Sie bei der Ein­zah­lung gespart haben. Wenn Sie nur dann ein­zah­len, wenn Sie mit einer Ein­zah­lung auch wirk­lich Steu­ern spa­ren kön­nen, holen Sie mehr aus Ihrer Säu­le 3a.

Mehrere 3a-Konti bzw. ‑Depots aufbauen

Beim Bezug von Vor­sor­ge­gel­der bezah­len Sie eine redu­zier­te Steu­er, die ähn­lich wie bei der Ein­kom­mens­steu­er pro­gres­siv ist. Das heisst, die Steu­er ist bei höhe­ren Beträ­gen nicht nur in Fran­ken und Rap­pen höher, son­dern auch pro­zen­tu­al. Da sämt­li­che Kapi­tal­lei­stun­gen aus der 2. und 3. Säu­le im sel­ben Jahr zusam­men­ge­zählt wer­den, emp­fiehlt es sich, Vor­sor­ge­gel­der gestaf­felt über meh­re­re Jah­re zu bezie­hen. Damit Sie Vor­sor­ge­gel­der gestaf­felt bezie­hen kön­nen, müs­sen Sie aller­dings bereits jetzt damit begin­nen, meh­re­re 3a-Kon­ti bzw. ‑Depots auf­zu­bau­en. 3a-Kon­ti kön­nen nicht nach­träg­lich auf­ge­teilt wer­den. Sie kön­nen nur «en bloc» bezo­gen wer­den.

Früh mit der Säule 3a beginnen

Je frü­her Sie mit der 3. Säu­le begin­nen, umso mehr pro­fi­tie­ren Sie. Ein­mal unter­las­se­ne Ein­zah­lun­gen kön­nen Sie nicht nach­ho­len. Das ist des­halb rele­vant, da Sie mit der 3. Säu­le nicht nur bei der Ein­zah­lung Steu­ern spa­ren kön­nen, son­dern auch wäh­rend der gesam­ten Zeit bis zum Bezug. Das liegt dar­an, da Sie auf dem Vor­sor­ge­ver­mö­gen kei­ne Ver­mö­gens­steu­er zah­len müs­sen. Da Sie das Vor­sor­ge­ver­mö­gen in der Steu­er­erklä­rung nicht dekla­rie­ren müs­sen, sind auch die Erträ­ge steu­er­frei. Dadurch kommt der Zin­ses­zins-Effekt voll zur Gel­tung.

In Wertschriften anlegen

Im Gegen­satz zum frei­en Ver­mö­gen, bleibt die 3. Säu­le lang­fri­stig gebun­den. Nur in weni­gen Aus­nah­me­fäl­len kann das Geld vor der Pen­sio­nie­rung bezo­gen wer­den. Der Anla­ge­ho­ri­zont ist des­halb für vie­le 3a-Spa­rer aus­ser­or­dent­lich lang. Weil dem so ist, kön­nen 3a-Gel­der in Wert­schrif­ten inve­stiert wer­den. Selbst tief­grei­fen­de Kri­sen kön­nen unbe­scha­det über­wun­den wer­den. Lang­fri­stig winkt mit Wert­schrif­ten eine deut­lich höhe­re Ren­di­te als auf 3a-Kon­ti, die kaum mehr Zins abwer­fen.

Gebühren vergleichen

Falls Sie Ihre 3. Säu­le in Wert­schrif­ten anle­gen möch­ten, soll­ten Sie unbe­dingt die Gebüh­ren von Vor­sor­ge­fonds ver­glei­chen. Denn es nützt Ihnen herz­lich wenig, wenn Sie mehr Risi­ken ein­ge­hen, die anvi­sier­te Mehr­ren­di­te aber durch zu hohe Gebüh­ren aus­ge­merzt wird.

Besser Pensionskasse vorbeziehen statt Säule 3a

Falls Sie für den Haus- oder Woh­nungs­kauf zu wenig freie Mit­tel haben, kön­nen Sie Geld aus der Vor­sor­ge bezie­hen. Dabei stellt sich die Fra­ge, was mehr Sinn macht, die Pen­si­ons­kas­se oder die 3. Säu­le zu bezie­hen?

Verpfänden statt beziehen

Vor­be­zug beim Kauf eines Eigen­heims: Wenn Sie Ihre 3. Säu­le in Fonds inve­stiert haben, ist es inter­es­sant, die 3. Säu­le zu ver­pfän­den, anstatt zu bezie­hen. Lang­fri­stig bezah­len Sie weni­ger Hypo­the­kar­zins als Sie Ren­di­te erwirt­schaf­ten kön­nen.

Über das ordentliche Rentenalter hinaus einzahlen

Wenn Sie über das ordent­li­che Ren­ten­al­ter hin­aus erwerbs­tä­tig sind, kann es inter­es­sant sein, wei­ter­hin in die Säu­le 3a ein­zu­zah­len. Die 3. Säu­le kann um bis zu fünf Jah­re über das ordent­li­che Ren­ten­al­ter hin­aus wei­ter­ge­führt wer­den. Haben Sie Ihre 3a-Gel­der in Fonds inve­stiert, kön­nen Sie so den Anla­ge­ho­ri­zont um bis zu fünf Jah­re erwei­tern.

Säule 3a vor der Pensionskasse beziehen

Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie die 3. Säu­le nicht im sel­ben Jahr wie die Pen­si­ons­kas­se bezie­hen. Wir haben zum gestaf­fel­ten Bezug ein Modell ent­wor­fen, das eine opti­ma­le Bezugs­staf­fe­lung auf­zeigt.

ver­fasst am 11.05.2020


Aktu­ell bie­tet fin­pen­si­on Lösun­gen für das Frei­zü­gig­keits­spa­ren mit Wert­schrif­ten und die indi­vi­du­el­le Kader­vor­sor­ge 1e an. Eine 3a-Wert­schrif­ten­app ist in Ent­wick­lung.