Säule 3a nach der Pensionierung?

Unter der Bedin­gung, dass Sie wei­ter­hin erwerbs­tä­tig sind, kön­nen Sie die 3. Säu­le maxi­mal um fünf Jah­re über das ordent­li­che Ren­ten­al­ter hin­aus wei­ter­füh­ren. Wäh­rend die­ser Zeit kön­nen Sie wei­ter­hin Ein­zah­lun­gen täti­gen.

Maximalbetrag unverändert

An der Defi­ni­ti­on des Maxi­mal­be­trags ändert sich nichts. Auch wenn Sie über den ordent­li­chen Pen­sio­nie­rungs­zeit­punkt hin­aus arbei­ten, gilt:

  • Wenn Sie einer Pen­si­ons­kas­se ange­schlos­sen sind, kön­nen Sie den klei­nen Maxi­mal­be­trag ein­zah­len.
  • Wenn Sie kei­ne Pen­si­ons­kas­sen­bei­trä­ge (mehr) zah­len, kön­nen Sie den gros­sen Betrag (jedoch maxi­mal 20 % des Net­to­er­werbs­ein­kom­mens) ein­zah­len.

Maximalbetrag auch im Jahr der Pensionierung unverändert

Auch im Jahr der Pen­sio­nie­rung kommt die erwähn­te Rege­lung zur Anwen­dung. Wenn Sie einer Pen­si­ons­kas­se ange­schlos­sen sind, kön­nen Sie selbst dann den Maxi­mal­be­trag der 3. Säu­le ein­zah­len, wenn Sie nur noch einen Bruch­teil des Jah­res arbei­ten. Wenn Sie kei­ne PK (mehr) haben, ori­en­tiert sich der Maxi­mal­be­trag an der gros­sen 3. Säu­le. Dies mit der bekann­ten Ein­schrän­kung, dass die Ein­zah­lung 20 Pro­zent Ihres effek­ti­ven Net­toerwerbsein­kom­mens im Jahr der Pen­sio­nie­rung nicht über­stei­gen darf.

Net­to­er­werbs­ein­kom­men
(nach Abzug AHV/IV/EO/ALV)
maxi­ma­le Ein­zah­lung mit PK
(CHF 6’826)
maxi­ma­le Ein­zah­lung ohne PK
(CHF 34’128 bzw. 20 %)
CHF 10’000CHF 6’826CHF 2’000
CHF 50’000CHF 6’826CHF 10’000
CHF 100’000CHF 6’826CHF 20’000
CHF 250’000CHF 6’826CHF 34’128

Macht eine Einzahlung im Jahr der Pensionierung überhaupt noch Sinn?

Die­se Fra­ge kann nicht pau­schal beant­wor­tet wer­den: Es kommt dar­auf an, wo Sie woh­nen, wie hoch ihr steu­er­ba­res Ein­kom­men im Jahr der Pen­sio­nie­rung ist und wie viel Vor­sor­ge­ver­mö­gen Sie im sel­ben Jahr bezie­hen wer­den.

  1. Berech­nen Sie, wie viel Steu­ern Sie mit der Ein­zah­lung im Jahr der Pen­sio­nie­rung spa­ren kön­nen. Wenn Ihr steu­er­ba­res Ein­kom­men tief ist, lohnt sich eine Ein­zah­lung weni­ger, weder wenn das Ein­kom­men hoch ist. Beach­ten Sie: Als steu­er­ba­res Ein­kom­mens sind auch all­fäl­li­ge Ren­ten­lei­stun­gen aus der 1. und 2. Säu­le ab dem Pen­sio­nie­rungs­zeit­punkt zu berück­sich­ti­gen.
  2. Berech­nen Sie, wie viel (mehr) Steu­ern Sie für den Bezug bezah­len müs­sen. Beach­ten Sie dabei, dass sämt­li­che Kapi­tal­lei­stun­gen aus der Vor­sor­ge im sel­ben Jahr zusam­men­ge­zählt wer­den (i.d.R. auch die Ihres Part­ners). Das ist rele­vant, weil die Kapi­tal­be­zugs­steu­er pro­gres­siv ist.

Wenn Sie die bei­den Berech­nun­gen gemacht haben, wer­den Sie sehen, ob sich eine Ein­zah­lung im Jahr der Pen­sio­nie­rung noch lohnt. In vie­len Fäl­len dürf­te es sich loh­nen, auch im Jahr der Pen­sio­nie­rung noch­mals den vol­len Betrag ein­zu­be­zah­len.

Nachweis für die Weiterführung der Erwerbstätigkeit

Damit Sie Ihre 3a-Vor­sor­ge­be­zie­hun­gen wei­ter­füh­ren kön­nen, müs­sen Sie der Vor­sor­ge­stif­tung einen Nach­weis erbrin­gen. Wenn Sie ange­stellt sind, kön­nen Sie dies mit einem Arbeits­ver­trag oder einem Lohn­aus­weis tun. Wenn Sie selbst­stän­dig sind, ist es am besten, Sie legen eine Bestä­ti­gung der für Sie zustän­di­gen Aus­gleichs­kas­se vor.

ver­fasst am 07.05.2020


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