Aktive oder passive Fonds: Welche performen besser?

Wenn Sie Geld in Fonds inve­stie­ren, haben Sie viel­leicht schon mal davon gehört: Auf der einen Sei­te gibt es aktiv ver­wal­te­te Fonds, deren Fonds­ma­na­ger ver­su­chen, den Markt zu schla­gen, auf der ande­ren Sei­te pas­si­ve Fonds, die sich dar­auf beschrän­ken, den Mark abzu­bil­den. Letz­te­re kau­fen so vie­le Akti­en­an­tei­le wie in einem Ziel­markt, zum Bei­spiel im Swiss Mar­ket Index (SMI), vor­kom­men. Sie ver­su­chen ein­zig, den Index mög­lichst genau abzu­bil­den. ETFs und Index­fonds zäh­len zu den pas­si­ven Fonds.

Die aktiven Fonds, die den Markt schlagen, sind in der Minderheit

Die aktiv ver­wal­te­ten Fonds kosten deut­lich mehr als ihre pas­si­ven Ver­wand­ten. Kön­nen sie die höhe­ren Kosten recht­fer­ti­gen? Die Ant­wort ist rela­tiv ein­fach: Nein, auf lan­ge Sicht kann ein Gross­teil der Fonds­ma­na­ger kei­ne Mehr- bzw. Out­per­for­mance erzie­len. Es kann zwar sein, dass sie in einem Jahr bes­ser sind als der Markt, in einem näch­sten Jahr jedoch mög­li­cher­wei­se bereits wie­der schlech­ter. Was auf lan­ge Sicht bleibt sind die höhe­ren Kosten, wie in der fol­gen­den Gra­fik dar­ge­stellt:

Aktive oder passive Fonds
Ver­tei­lung der aktiv ver­wal­te­ten Fonds anhand ihrer Per­for­mance (mit und ohne Kosten)

Die Flä­che unter­halb der grau­en Kur­ve wider­spie­gelt sämt­li­che am Markt ver­füg­ba­ren akti­ven Fonds. In der Mit­te um den Markt­durch­schnitt sind die Fonds mit einer durch­schnitt­li­chen Per­for­mance (vor Kosten). Gegen rechts (+) und links (-) sind es immer weni­ger. Das heisst, es ver­sam­meln sich vie­le Fonds im Bereich der durch­schnitt­li­chen Markt­ren­di­te. Nur weni­ge Fonds errei­chen eine deut­lich höhe­re Per­for­mance, genau so weni­ge schif­fen ab.

Wer­den die Kosten der Per­for­mance der akti­ven Fonds abge­zo­gen, ver­schiebt sich die Kur­ve (oran­ge) nach links. Sie sieht zwar nach wie vor gleich aus. Man sieht aber, dass nun deut­lich weni­ger Fonds unter­halb der oran­gen Kur­ve im posi­ti­ven Bereich (+ Out­per­for­mance) sind. Je höher die Kosten sind, umso unwahr­schein­li­cher ist es also, dass der aktiv gema­nag­te Fonds eine Out­per­for­mance gegen­über der durch­schnitt­li­chen Markt­ren­di­te (vor Kosten) erzie­len kann.

Das soeben gesag­te wird durch diver­se Stu­di­en unter­mau­ert. Und die Stu­di­en schei­nen ihre Wir­kung nicht zu ver­feh­len. Denn es ist ein kla­rer Trend weg von akti­ven hin zu pas­si­ven Fonds fest­stell­bar, getreu nach dem Mot­to: Lie­ber den Spatz in der Hand als die Tau­be auf dem Dach.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.