Geld von der 3. Säule in die Pensionskasse übertragen

Falls Sie in der Pen­si­ons­kas­se über eine Vor­sor­ge­lücke ver­fü­gen, kön­nen Sie die­se mit 3a-Gel­dern schlies­sen. Sie kön­nen 3a-Gut­ha­ben in die Pen­si­ons­kas­se trans­fe­rie­ren las­sen.

Ist das Kon­to­gut­ha­ben tie­fer als der maxi­ma­le Pen­si­ons­kas­sen­ein­kauf, muss das gesam­te 3a-Kon­to über­tra­gen wer­den. Wenn das Kon­to­gut­ha­ben höher ist als das Ein­kaufs­po­ten­zi­al, kön­nen Sie einen Teil auf dem 3a-Kon­to ste­hen las­sen (schraf­fier­te Flä­che).

Höhe des 3a-Über­trags in die Pen­si­ons­kas­se

Ein aus der Pen­si­ons­kas­se getä­tig­ter WEF-Vor­be­zug kann jedoch nicht aus Mit­teln der 3. Säu­le zurück­be­zahlt wer­den.

Ein Über­trag auf ein Frei­zü­gig­keits­kon­to ist eben­falls nicht mög­lich, weil man bei einer Frei­zü­gig­keits­stif­tung über kei­ne Ein­kaufs­lücke und dem­nach auch über kein Ein­kaufs­po­ten­zi­al ver­fügt.

Sinn und Unsinn eines Übertrags

In der Regel ist ein Über­trag von der 3. Säu­le in die Pen­si­ons­kas­se (2. Säu­le) steu­erneu­tral. Über bei­de Säu­len gese­hen erhöht sich Ihr Vor­sor­ge­ver­mö­gen nicht. Des­halb wird auch kein Steu­er­ab­zug zuge­las­sen.

Von daher wäre es sinn­vol­ler, den Ein­kauf aus frei­en Mit­teln zu machen und so das Vor­sor­ge­ver­mö­gen zu erhö­hen. Denn dann kön­nen Sie den Ein­kauf dem steu­er­ba­ren Ein­kom­men in Abzug brin­gen.

Wenn Sie aller­dings über kei­ne frei­en Mit­tel ver­fü­gen, kann es unter Umstän­den trotz­dem vor­teil­haft sein, die Lücke in der Pen­si­ons­kas­se mit Mit­teln der 3. Säu­le zu schlies­sen. Mög­li­che Vor­tei­le sind: Höhe­re Ren­ten­lei­stun­gen und bes­se­re Risi­ko­deckung.

Beach­ten Sie aller­dings, dass ein Ein­kauf in die Pen­si­ons­kas­se nicht immer vor­teil­haft ist. Es hängt stark davon ab, wie hoch das Lei­stungs­ni­veau der Pen­si­ons­kas­se ist und wie die Pen­si­ons­kas­se finan­zi­ell dasteht.

Übertrag ab 59/60 Jahren: auch in zwei Schritten möglich

Ab 59 bezie­hungs­wei­se 60 Jah­ren kann die 3. Säu­le vor­be­zo­gen wer­den. Das so erhal­te­ne Geld kön­nen Sie anschlies­send für den Ein­kauf in die Pen­si­ons­kas­se ver­wen­den und noch­mals Steu­ern spa­ren.

Doch das ist hei­kel. Ins­be­son­de­re dann, wenn der Ein­kauf im sel­ben Jahr erfolgt wie der Bezug der 3. Säu­le, ist die Steu­er­be­hör­de geneigt, Ihnen eine bewuss­te Steu­er­um­ge­hung zu unter­stel­len und Ihnen des­we­gen den Steu­er­ab­zug zu ver­weh­ren. Machen Sie den Ein­kauf erst ein Jahr nach dem Bezug der 3. Säu­le und hät­ten Sie auch sonst genug Geld für den Ein­kauf, ist das Vor­ge­hen legi­tim. Ein direk­ter Zusam­men­hang zwi­schen dem Bezug der 3. Säu­le und dem Ein­kauf in die 2. Säu­le fehlt.

Pla­nen Sie einen Teil der Pen­si­ons­kas­se in Kapi­tal­form zu bezie­hen, muss ein Ein­kauf in die PK spä­te­stens drei Jah­re vor der Pen­sio­nie­rung erfol­gen. Anson­sten wird der Steu­er­ab­zug nach­träg­lich gestri­chen und Sie müs­sen eine Nach­steu­er bezah­len.