Lohnt sich die Säule 3a?

Weil der Fall klar ist, fackeln wir nicht lan­ge rum: Ja, die Säu­le 3a lohnt sich. War­um, ist ein­fach erklärt: Ein­zah­lun­gen in die Säu­le 3a kön­nen in der Steu­er­erklä­rung vom steu­er­ba­ren Ein­kom­men abge­zo­gen wer­den. Dadurch wird ein Teil der Ein­zah­lung in die Säu­le 3a durch die Steu­er­erspar­nis qua­si selbst finan­ziert (risi­ko­lo­se Ren­di­te).

Zudem muss Ver­mö­gen in der Vor­sor­ge nicht in der Steu­er­erklä­rung dekla­riert wer­den. Sie spa­ren Jahr für Jahr Ver­mö­gens­steu­ern und auf den Erträ­gen wie Zin­sen oder Divi­den­den Ein­kom­mens­steu­ern.

In einem ande­ren Bei­trag erklä­ren wir, wie Sie am mei­sten aus der Säu­le 3a her­aus­ho­len kön­nen.

Reduzierte Steuer beim Bezug

Beim Bezug fällt zwar eine Steu­er an, es han­delt sich dabei aber um eine redu­zier­te Steu­er. Sie ist weni­ger hoch als die nor­ma­le Ein­kom­mens­steu­er. Und weil dem so ist, spart man mit der Ein­zah­lung mehr Steu­ern, als man beim Bezug bezahlt. Ein paar Rechen­bei­spie­le:

10 Jah­reEin­kom­mens­steu­ern
Ein­zah­lung 2020–2029 je CHF 6’826gespar­te Steu­er: CHF 18’780
Bezug 2030 (CHF 68’260)bezahl­te Steu­er: CHF 3’317
Total Steu­er­erspar­nisCHF 15’463
20 Jah­reEin­kom­mens­steu­ern
Ein­zah­lung 2020–2039 je CHF 6’826gespar­te Steu­er: CHF 37’560
Bezug 2040 (CHF 136’520)bezahl­te Steu­er: CHF 7’462
Total Steu­er­erspar­nisCHF 30’098
30 Jah­reEin­kom­mens­steu­ern
Ein­zah­lung 2020–2049 je CHF 6’826gespar­te Steu­er: CHF 56’340
Bezug 2050 (CHF 204’780)bezahl­te Steu­er: CHF 12’569
Total Steu­er­erspar­nisCHF 43’771
40 Jah­reEin­kom­mens­steu­ern
Ein­zah­lung 2020–2059 je CHF 6’826gespar­te Steu­er: CHF 75’120
Bezug 2060 (CHF 273’040)bezahl­te Steu­er: CHF 21’105
Total Steu­er­erspar­nisCHF 54’015

Annah­me: Ledig, refor­miert, kei­ne Kin­der, Stadt Zürich, CHF 100’000 Ein­kom­men, Bezug nicht im sel­ben Jahr wie die Pen­si­ons­kas­se

Mehrere 3a-Konti für einen gestaffelten Bezug

Da die Steu­er bei der Aus­zah­lung pro­gres­siv ist, lohnt es sich, meh­re­re 3a-Kon­ti zu äuf­nen und die­se gestaf­felt zu bezie­hen. Dadurch las­sen sich die Steu­ern beim Bezug der 3a-Gut­ha­ben noch­mals deut­lich redu­zie­ren.

Bezug vor der Pensionierung nur in Ausnahmefällen möglich

Geld, das in die Säu­le 3a ein­be­zahlt wird, bleibt grund­sätz­lich bis zur Pen­sio­nie­rung gebun­den. In den fol­gen­den Situa­tio­nen kann 3a-Gut­ha­ben den­noch bezo­gen wer­den, wenn Sie:

  • ein Eigen­heim bau­en oder erwer­ben,
  • sich selbst­stän­dig machen (als Ein­zel­fir­ma ohne GmbH oder AG) oder
  • aus­wan­dern.

Langer Anlagehorizont will genutzt sein

Da das Geld in der Säu­le 3a grund­sätz­lich erst bei der Pen­sio­nie­rung wie­der bezo­gen wer­den kann, ver­fü­gen die mei­sten 3a-Spa­rer über einen aus­ser­or­dent­lich lan­gen Anla­ge­ho­ri­zont. Ein lan­ger Anla­ge­ho­ri­zont ermög­licht eine Wert­schrif­ten­lö­sung mit Akti­en. Kri­sen kön­nen aus­ge­ses­sen wer­den und tem­po­rä­re Ver­lu­ste müs­sen nicht rea­li­siert wer­den.

Säule 3b ist nicht steuerlich abzugsfähig

Da und dort begeg­net man auch dem Begriff der Säu­le 3b. Die Säu­le 3b ist aber nichts ande­res als das freie Spa­ren mit dem frei­en Ver­mö­gen. Auch Ver­si­che­run­gen der Säu­le 3b sind ganz nor­ma­le Ver­si­che­run­gen. Sie haben weder Steu­er­vor­tei­le noch einen gesetz­li­chen Vor­sorge­cha­rak­ter. Ent­spre­chend ist sol­ches Ver­mö­gen und die Erträ­ge dar­aus in der Steu­er­erklä­rung zu dekla­rie­ren.

ver­fasst am 29.04.2020


Aktu­ell bie­tet fin­pen­si­on Lösun­gen für das Frei­zü­gig­keitspa­ren mit Wert­schrif­ten und die indi­vi­du­el­le Kader­vor­sor­ge 1e an. Eine 3a-Wert­schrif­ten­app ist in Ent­wick­lung.