Ordentliches Rentenalter

Das ordent­li­che Ren­ten­al­ter liegt in der Schweiz bei 65 Jah­ren für Män­ner und bei 64 Jah­ren für Frau­en. Der Ren­ten­an­spruch ent­steht am ersten Tag des Monats, der auf den 65. bezie­hungs­wei­se 64. Geburts­tag folgt. Die­se Regel fin­det sich im Gesetz zur AHV. Sie ist auch auf die beruf­li­che Vor­sor­ge (BVG) und die drit­te Säu­le anwend­bar. Zusätz­lich gibt es Vor­be­zugs- und Auf­schubs­mög­lich­kei­ten, die einen Ein­fluss auf den Bezugs­zeit­raum der Vor­sor­ge­gel­der haben.

Hin­weis: Der Gesetz­ge­ber ver­wen­det jeweils den Begriff Alters­jahr. Die­ser Begriff ist jedoch sehr ver­wirr­lich, da man mei­nen könn­te, es sei das Jahr gemeint, wäh­rend wel­chem man das ent­spre­chen­de Alter auf­weist. Gemeint hat der Gesetz­ge­ber aber das Lebens­jahr, wes­halb wir hier von Lebens­jahr spre­chen.

1. Säule: AHV-Renten (– 2 Jahre / + 5 Jahre)

Die AHV kann ein oder zwei Jah­re vor­be­zo­gen wer­den:

  • Män­ner: am ersten Tag des Monats nach Voll­endung des 64. oder 63. Lebens­jah­res
  • Frau­en: am ersten Tag des Monats nach Voll­endung des 63. oder 62. Lebens­jah­res

Die AHV-Ren­te kann auch auf­ge­scho­ben wer­den, und zwar min­de­stens um ein Jahr und höch­stens um fünf Jah­re. Nach einem Jahr kann die AHV-Ren­te jeder­zeit auf Anfang eines bestimm­ten Monats abge­ru­fen wer­den.

2. Säule: Pensionskassengelder (58 – 70 Jahre)

Pen­si­ons­kas­sen kön­nen in ihrem Regle­ment eine vor­zei­ti­ge Pen­sio­nie­rung vor­se­hen. Frü­he­stens mit 58 Jah­ren kön­nen sie ihre Ver­si­cher­te, egal ob Frau oder Mann, in den Ruhe­stand ent­las­sen. Wei­ter kann das Regle­ment erlau­ben, dass die Vor­sor­ge bis zum Ende der Erwerbs­tä­tig­keit, jedoch maxi­mal bis 70, wei­ter­ge­führt wird.

2. Säule: Freizügigkeitsgelder (+/– 5 Jahre)

Frei­zü­gig­keits­gel­der kön­nen frü­he­stens fünf Jah­re vor und spä­te­stens fünf Jah­re nach Errei­chen des ordent­li­chen Ren­ten­al­ters bezo­gen wer­den. Aus­nah­men bil­den die übli­chen Vor­be­zugs­mög­lich­kei­ten, zum Bei­spiel der Erwerb von Wohn­ei­gen­tum. Beim Auf­schub über das ordent­li­che Pen­si­ons­al­ter hin­aus gibt es kei­ne Bedin­gung zur Wei­ter­füh­rung der Erwerbs­tä­tig­keit.

3. Säule: Gebundene Selbstvorsorge 3a (+/– 5 Jahre)

3a-Gut­ha­ben dür­fen frü­he­stens fünf Jah­re vor dem ordent­li­chen Ren­ten­al­ter aus­ge­rich­tet wer­den. Wenn die Erwerbs­tä­tig­keit über das ordent­li­che Ren­ten­al­ter hin­aus wei­ter­ge­führt wird, kann der Bezug um maxi­mal fünf Jah­re hin­aus­ge­scho­ben wer­den.

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