In diesem Beitrag gebe ich* Ihnen einen Einblick in meine Säule 3a. Ich sage Ihnen, seit wann ich eine Säule 3a habe, wie ich anlege und warum? Und einiges mehr.

*Corina Friedli, Vorsorgeberaterin bei finpension

Wie alles begann

Für mich war die finanzielle Unabhängigkeit schon immer ein wichtiges Thema. Schon mit 15 Jahren wollte ich unter anderem aus diesem Grund eine Lehre machen und nicht das Gymnasium besuchen. Mit 16 Jahren musste ich mich das erste Mal – damals noch gezwungenermassen, durch die Berufsschule – mit diesem Thema auseinander setzen. Was mich damals beunruhigte, waren diese Stammtisch-Weisheiten. Denn wenn ich den älteren Leuten Glauben schenken sollte, würde dies bedeuten, aus der AHV kriege ich nichts und auch auf die zweite Säule ist nicht verlass. Mit anderen Worten, wenn man nicht ewig arbeiten will, muss man für sich selbst vorsorgen.

Nun gut, ich kannte jetzt die Ansichten der Leute, wusste sehr oberflächlich wie das System funktioniert und wollte etwas dagegen unternehmen. Mich umfassend mit dem Thema befassen, wollte ich aber nicht. Vorsorge & Steuern waren zwei Themen auf meiner persönlichen Blacklist. Der einfachste und für mich auch der zeitsparendste Weg war, meine Eltern um Rat zu bitten. Diese meinten, ich solle ein Säule 3a-Konto eröffnen und dort das Geld einzahlen. Lebensversicherungen und dergleichen seien tückisch, da man immer (auch als arbeitslose Person und in ungünstigen Situationen) einzahlen muss. Das Geld zu investieren kam für sie auch nicht in Frage, da es mit zu viel Risiko verbunden ist. Gut, fairerweise muss man sagen, dass dies im Jahr 2012 war und für Sie die Finanzkrise und die «Rettung» der Grossbank immer noch sehr präsent war.  

Da mir der Rat meiner Eltern sehr wichtig war, habe ich ein Säule 3a Konto eröffnet. Ich begann mit 19 Jahren (frisch aus der Lehre) mit meinem zweiten grossen Lohn – der erste Lohn wollte ich komplett verprassen – einzuzahlen. Es war nicht viel, anfangs nur 50 Franken pro Monat, aber es war ein Anfang. Und als schöner Nebeneffekt fühlte ich mich unglaublich erwachsen.

Einmal aufgesetzt hat man Ruhe

Ich habe also mein Konto eröffnet, einen Dauerauftrag eingerichtet und zahlte nun Geld in die 3. Säule ein. Ich dachte mit dem hat sich das Thema Vorsorge für mich bis zur Pensionierung erledigt – wie naiv von mir. Die Ernüchterung kam sogleich.

Ich wurde von meinem Vater gefragt, ob er sein zweites Säule 3a Konto bei meinem Arbeitgeber eröffnen soll. Um meinem Vater einen guten und ehrlichen Rat zu geben, habe ich mich besser informiert. Ich habe mich über die verschiedenen Zinssätze, Angebote usw. informiert und kam zum Schluss: Der Zins war überall gleich tief. Die Angebote waren plus minus gleich. Es spielte also keine grosse Rolle, wo er sein Konto eröffnen würde.

Rational gesehen, gab es also keinen Grund, der dafür oder dagegen gesprochen hätte, das Konto bei meinem damaligen Arbeitgeber zu eröffnen. Ich wusste aber auch, wie mein Vater dieser Bank gegenüberstand. Aus diesem Grund habe ich ihm geraten, er solle das Konto bei einer Bank eröffnen, welche ihm sympathisch sei.

Der Zinseszinseffekt bleibt aus

Nach dieser kleinen Recherche stellte ich mir die Frage: «Was bringt mir dieses Konto, wenn es keinen Zins zahlt?» Ich wusste, dass für junge Leute der Zinseszins extrem wichtig ist und stark zum Wachstum des Vermögens beiträgt. Aber wenn man keinen Zins bekommt, gibt’s natürlich auch keinen Zinseszins. Sprich mein Vermögen baut sich langsamer auf als mir lieb ist und meine finanzielle Unabhängigkeit lässt auf sich warten.

Was mich extrem störte war, dass ich Geld auf einem Konto hatte, welches 40 Jahre gesperrt ist und dafür nicht einmal Zins bekomme. Das erschien mir unfair. Aber was will man machen? Das sind nun mal die gegebenen Umstände. Sich nur beklagen und nichts ändern, ist nicht meine Art. Also leitete ich einen nächsten Schritt ein.

Auch zu diesem Zeitpunkt empfand ich das Thema Vorsorge und Anlagen eher als langweilig und uninteressant. Somit hielt sich meine Motivation recht in Grenzen, grosse Recherchen zu betreiben. Auch hier habe ich mich wieder für den zeitsparendsten Weg entschieden, es sollte aber dieses Mal ein bisschen fundierter sein.

Aus diesem Grund holte ich eine Meinung von meinem Chef ein. Er war schon über 20 Jahre im Finanzbereich tätig und betreute die grössten Pensionskassen der Schweiz. Seine Meinung war sehr deutlich. Als junge Person mit einem langen Anlagehorizont (ca. 40 Jahre) muss man das Geld anlegen und den Fonds mit dem höchsten Aktienanteil wählen.

Und er war nicht allein mit dieser Meinung. Auch alle Kundenberater in meinem Team sahen das so. Na gut, wenn das top ausgebildete, erfahrene Banker sagen, muss wohl etwas dahinter stehen. Also habe ich der Bank den Auftrag erteilt, mein Vorsorgegeld in den Fonds mit dem höchsten Aktienanteil (damals 45 %) zu investieren. Aber unter uns, ganz wohl habe ich mich damit nicht gefühlt.

Ein paar Jahre später kam dann ein neuer Anbieter auf den Markt und zeigte den Banken, dass man Vorsorgeprodukte digital und modern anbieten kann. Ausserdem war es nun möglich eine 100 %-ige Aktienstrategie zu fahren. Plötzlich gab es einen Anbieter, der die Banken herausfordert und zwar auf eine gute, gesunde Art und Weise. Ich habe direkt ein Konto eröffnet und meinen Dauerauftrag geändert. Ich wollte nicht nur wissen, wie es funktionierte, sondern mir das erste Mal eine eigene Meinung bilden. Und so begann mein Interesse für die Vorsorge und die Geldanlage zu wachsen.

“Down the Rabbit Hole”

Ich habe mich mehr mit dem Thema Anlagen auseinandergesetzt und unter anderem die Ausbildung als Finanzanalystin abgeschlossen. Dies förderte meine Sicherheit und ich wurde mein flaues Gefühl im Magen los. Je mehr ich über die Risiken des Investierens erfuhr, desto besser fühlte ich mich. Klingt paradox, ist aber so.

Ich musste feststellen, dass ich Geld-Investieren plötzlich aus einem anderen Blickwinkel anschaute. Mir ging es nicht um die Rendite, welche in Aussicht gestellt wurde, sondern um das verbundene Risiko damit. Ich wollte verstehen, welche Risiken ich habe. Als ich das verstanden habe, konnte ich auch beurteilen, ob ich das Risiko eingehen will. Die Rendite war für mich zweitrangig.

Nun neben den Risiken der Anlagen, wollte ich auch die unterschiedlichen Anbieterregeln verstehen. Wer hat welche Regeln und wer bestimmt diese. Um das zu verstehen, musste ich nochmals tiefer in das Thema eintauchen. Was sagt das Gesetz, was sagt der Anbieter und was sagt der Sponsor des Anbieters.

Bald wurde mir bewusst, dass hinter all diesen neuen, coolen, digitalen Anbietern eine Bank (Sponsor) steht. Und das war mir ein Dorn im Auge. Denn das bedeutete für mich, dass es schwieriger wurde, alle Regeln zu verstehen. Dazu kommt je mehr Parteien involviert sind, umso teurer wir jedes Angebot. Also machte ich mich auf die Suche nach einem unabhängigen Anbieter.

Und schon sass ich wie Alice im Kaninchenbau und wollte mehr über das Wunderland (die Vorsorgewelt) wissen. Für diejenigen unter Ihnen, die weder die Geschichte noch das Sprichwort kennen, eine kurze Erläuterung. Im ersten Kapitel folgt Alice einem weissen Kaninchen in einen Kaninchenbau und fällt sehr tief und lange, um schliesslich im bizarren Wunderland zu enden. In dieser fantasievollen Welt jagt sie von einem abstrusen Abenteuer ins nächste. Und so fühlt es sich für mich an. Ich folgte einem süssen, kleinen Kaninchen und befinde mich ohne es zu merken in einer faszinierenden Welt wieder.

Der Revolutionär der Finanzbranche

Auf der Suche nach einem unabhängigen Anbieter, setzte ich wieder auf meine alte Methode. Ich tauschte mich mit Leuten aus, die sich für diese Themen interessieren und eine Meinung dazu haben. Und so wurde die Erfolgsstory von finpension an mich getragen. Es war schön zu hören, dass es tatsächlich einen zeitgemässen, unabhängigen Anbieter gibt, der es zu seiner Mission machte, das Interesse der Kunden an erster Stelle zu setzen.

Für mich persönlich war das eine kleine Revolution. Der erste Anbieter, welcher komplett unabhängig agierte und somit auf keine anderen Interessen Rücksicht nehmen musste. Als ich mehr über die Firma und deren Geschichte herausfinden wollte, stiess ich zufällig auf ein Stelleninserat. Und hier bin ich nun; Glücklich darüber ein Teil dieser Bewegung zu sein.

PS: Nicht nur ich, sondern auch mein Vater ist dabei. Es ist eine Firma mit Dienstleistung, hinter der ich voll stehen und meiner Familie mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

Fortsetzung folgt…