Steuern sparen mit der 3. Säule

Die Säule 3a wird staatlich gefördert. Einzahlungen in die Säule 3a kann man in der Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abziehen. Daraus resultiert eine beträchtliche Steuerersparnis von bis zu 48 %. Und obwohl beim Bezug eine Steuer anfällt, resultiert unter dem Strich ein Gewinn. Die 3. Säule lohnt sich.

Wann ist ein Bezug möglich?

Grundsätzlich kann die 3. Säule erst fünf Jahr vor der ordentlichen Pensionierung bezogen werden. In bestimmten Fällen kann Sie jedoch schon früher bezogen werden. Der Gesetzgeber sieht folgende Möglichkeiten für einen Vorbezug der 3a-Guthaben vor:

  • Start einer selbstständigen Erwerbstätigkeit.
  • Kauf eines selbstbewohnten Wohneigentums (WEF-Vorbezug) oder Amortisation einer entsprechenden Hypothek sowie Beteiligung an einer Wohnbaugenossenschaft. Als Alternative für den WEF-Vorbezug bietet sich die Verpfändung an, dann können die Gelder investiert bleiben. Zudem fällt keine Kapitalbezugssteuer an.
  • Auswanderung aus der Schweiz.

Prädestiniert zum Anlegen in Wertschriften

Da Einzahlungen in die dritte Säule grundsätzlich bis zur Pensionierung in der Vorsorge gebunden sind, verfügen 3a-Gelder über einen langen Anlagehorizont. Ein langer Anlagehorizont erlaubt es, mehr Risiken zu nehmen und das Geld in Wertschriften zu investieren. Eine Anlage in Wertschriften drängt sich auch etwas auf, weil man auf 3a-Konti kaum mehr Zinsen bekommt.

Die dritte Säule: freiwillig aber notwendig

Die dritte Säule ergänzt die ersten beiden Säulen und ist freiwillig. Berücksichtigt man jedoch die zunehmenden Schwierigkeiten in der ersten und zweiten Säule, die Renten zu finanzieren, dann wird eine private Vorsorge mit der dritten Säule zunehmend zur Pflicht, will man auf den gewohnten Lebensstandard im Alter nicht verzichten müssen.

Unterschied Säule 3a und 3b

Die Säule 3b hat nur im weiteren Sinne etwas mit der Vorsorge zu tun. Sie bezeichnet das freie Sparen. Einzahlungen sind im Gegensatz zur Säule 3a nicht steuerlich absetzbar.