1e

1e ist ein Artikel in der zweiten bundesrätlichen Verordnung zum BVG (BVV 2). Der Artikel ist relevant für Vorsorgeeinrichtungen der 2. Säule, die ausschliesslich Lohnbestandteile über 127’980 bis maximal 853’200 Franken versichern. Für solche Löhne kann ein Unternehmen einen eigenen Vorsorgeplan mit einer 1e-Sammelstiftung abschliessen. Dieser wird 1e-Plan oder 1e-Kaderplan genannt.

Die Vorsorgenehmer in einem 1e-Plan können selber entscheiden, wie Ihre Vorsorgegelder angelegt werden. Sie können aus bis zu zehn Anlagestrategien auswählen. Die Anlagestrategien werden durch die Vorsorgekommission vorgegeben. Mindestens eine der Strategien muss risikoarm sein. Die Vorsorgenehmer können von einer positiven Kursentwicklung profitieren, müssen jedoch auch allfällige Verluste tragen.

1e-Pläne gibt es schon länger. Richtig attraktiv wurden sie jedoch erst nach Inkrafttreten der Anpassung am Freizügigkeitsgesetz und der BVV 2 auf den 1. Oktober 2017. Die Gesetzesrevision eliminierte den Systemfehler, dass die Vorsorgenehmer von Gewinnen profitieren konnten, die Vorsorgeeinrichtung aber allfällige Verluste tragen musste. Seither wächst der 1e-Markt stark.

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