3a: Einzahlung und Auszahlung im gleichen Jahr, geht das?

Ja, das ist mög­lich. In der 3. Säu­le gibt es kei­ne Sperr­frist, wie man sie beim Ein­kauf in die Pen­si­ons­kas­se kennt. Des­halb ist es mög­lich, im sel­ben Jahr in die Säu­le 3a ein­zu­zah­len, in dem man einen Bezug macht und zwar unab­hän­gig davon, ob man zuerst ein­zahlt und dann erst bezieht oder umge­kehrt.

Warum gibt es keine Sperrfrist in der 3. Säule?

Der Grund, war­um es kei­ne Sperr­frist gibt, ist der fol­gen­de: In der 2. Säu­le (PK) kön­nen Sie Vor­sor­ge­lücken frü­he­rer Jah­re mit einem Ein­kauf schlies­sen. Damit die­se Mög­lich­keit nicht miss­braucht wird, indem kurz nach einem Ein­kauf das Geld wie­der bezo­gen wird, hat die Poli­tik eine drei­jäh­ri­ge Sperr­frist erlas­sen. Wäh­rend drei Jah­ren nach einem Ein­kauf kann kein Bezug vor­ge­nom­men wer­den, sonst wird der Steu­er­ab­zug, den man mit dem Ein­kauf gel­tend machen konn­te, nach­träg­lich wie­der auf­ge­rech­net (Nach­steu­er­ver­fah­ren).

Das ist in der 3. Säu­le anders. In der 3. Säu­le ist es nicht mög­lich, feh­len­de Bei­trags­jah­re nach­zu­ho­len. Es gibt zwar einen par­la­men­ta­ri­schen Vor­stoss, der genau dies ver­langt. Die Aus­sich­ten, dass der Vor­stoss durch­kommt, sind jedoch gering. Weil also der nach­träg­li­che Ein­kauf wei­ter­hin nicht mög­lich ist, ist auch kein Steu­er­tra­ding (hohe Steu­er­erspar­nis bei der Ein­zah­lung und redu­zier­te Steu­er bei der Aus­zah­lung) im grös­se­ren Sti­le mög­lich. Es braucht des­halb kei­ne Sperr­frist.

Einzahlung auch im Jahr der Pensionierung möglich

Wenn Sie im Jahr, in dem Sie pen­sio­niert wer­den, noch ein­zah­len möch­ten, kön­nen Sie das tun und zwar bis zum Maxi­mal­be­trag der 3. Säu­le. Sie müs­sen die Ein­zah­lung aber zwin­gend vor ihrem 64. bzw. 65 Geburts­tag machen. Denn spä­te­stens dann müs­sen Sie das ange­spar­ten 3a-Gut­ha­ben bezie­hen. Danach darf die Vor­sor­ge­stif­tung von Ihnen kei­ne Ein­zah­lun­gen mehr ent­ge­gen­neh­men.

Aus­nah­me: Wenn Sie über das Pen­sio­nie­rungs­al­ter hin­aus erwerbs­tä­tig blei­ben, kön­nen Sie den Bezug höch­stens um fünf Jah­re über das ordent­li­che Ren­ten­al­ter auf­schie­ben. Das bedeu­tet zugleich, dass Sie wei­ter­hin Ein­zah­lun­gen täti­gen kön­nen.

ver­fasst am 07.05.2020


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